Plädoyer für den Waldkindergarten

Kinder bei Wind und Wetter draußen in der Natur, so manchen Eltern kommen da Zweifel. Sie befürchten, ihr Kind könnte sich verletzen oder krank werden. Doch diese Befürchtungen sind unberechtigt.

Kinder haben einen natürlichen Bewegungs- und Forschungsdrang. Wo könnten sie diesen besser ausleben, als in der freien Natur.

 

Spielzeug, das nicht vorgegeben ist, sondern der Phantasie entsprungen, regt das konstruktive Denken an. Mehr als in räumlicher Umgebung werden sämtliche Sinne benutzt, was wichtig für die Entwicklung von Nervenbahnen im Gehirn ist. Bewegen in schwierigem Gelände schult die Koordination, die Kinder lernen mit Gefahren besser umzugehen. Kleine Blessuren können durchaus mal vorkommen, sind aber auch ein wichtiger Lernprozess.

Viele Generationen sind mit der Warnung groß geworden, dass man sich draußen erkälten kann. Dass stimmt so aber nicht. Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, man erkältet sich nicht, man steckt sich mit Viren von anderen an. So ist geradezu das Gegenteil richtig, der Aufenthalt im Freien stärkt die Immunabwehr.

 

 

Aus meiner kinderärztlichen Praxis kann ich bestätigen, Kinder die viel im Freien sind, sind weniger krank.

Wenn das Wetter dann mal zu ungemütlich ist, gibt es ja noch den wunderschönen Bauwagen.

So kann ich voller Überzeugung sagen, es ist ein Gewinn für jedes Kind, die Kindergartenzeit in einem Waldkindergarten verbringen zu dürfen.

Dem möchte ich das Zitat von Maria Montesorri hinzufügen

"Wenn Sie Ihr Kind heute sauber aus der Kita abholen, dann hat es nicht gespielt und nichts gelernt“

 

 

- Peter Höschele -

- Arzt für Allgemeinmedizin aus Steinenberg -