Kleine Trolle Waldkindergarten Rudersberg e.V.

Wovon profitiert mein Kind, wenn es in den Waldkindergarten geht?

Wie finde ich heraus, ob der Waldkindergarten richtig ist für mich und mein Kind?

Wie läuft ein Tag im Wald ab?

Wie melde ich mein Kind an?

Wie viele Kinder können im Waldkindergarten aufgenommen werden und in welchem Alter?  

Welche Kleidung und Ausrüstung benötigt mein Kind?

Wird auch gemalt und gebastelt?  

Gibt es eine Vorschule und sind die Kinder auf die Schule ausreichend vorbereitet?  

Sind Waldkindergartenkinder häufiger krank?  

Gibt es ein gemeinsames Vesper?  

Wo gehen die Kinder auf die Toilette?  

Wie reinigen die Kinder im Wald ihre Hände?  

Was ist mit Zecken?  

Was ist, wenn sich ein Kind verletzt?  

Gibt es Regeln im Wald?  

Können auch Kinder mit besonderem Unterstützungsbedarf in den Waldkindergarten gehen?

Wie hoch ist der Kindergartenbeitrag?

 

Wovon profitiert mein Kind, wenn es in den Waldkindergarten geht?

Durch den Aufenthalt im Wald machen die Kinder Erfahrungen elementarer Art: die Koordination wird durch das Laufen auf unebenem Boden gefördert. Springen, Balancieren und Klettern schulen die Psychomotorik, der natürliche Bewegungsdrang und die Neugier der Kinder können ausgelebt werden. Die fünf Sinne werden in hohem Maße angesprochen, das Immunsystem durch den Aufenthalt und die Bewegung im Freien gestärkt.

Phantasie und Kreativität werden durch den bewussten zeitweisen Verzicht auf vorgefertigte Spielmaterialien maximal angeregt, die Intelligenz des Kindes so gefördert. Die Kinder setzen sich mit den natürlichen Gegebenheiten des Waldes auseinander, finden hierbei eigene Lösungen für die unterschiedlichsten Herausforderungen, erfahren Grenzen und lernen, dass gegenseitige Rücksichtnahme und Hilfe untereinander unabdingbar sind. Auf diese Weise erfahren sie Sicherheit und Geborgenheit in der Kindergartengruppe. Dies wird noch durch Rituale, wie z.B. das tägliche gemeinsame Vesper, unterstützt.

Die Kinder erleben die Natur im Wandel der Jahreszeiten und entwickeln ein Bewusstsein für die unterschiedlichsten ökologischen Prozesse und die Vielfalt der Natur. Als Ergänzung zum häufig reizüberfluteten Alltag können sie im Wald Stille erfahren, was die Wahrnehmung eigener Stärken und Bedürfnisse in einer anderen Tiefe ermöglicht und die Konzentrationsfähigkeit entwickelt.

 

Wie finde ich heraus, ob der Waldkindergarten richtig ist für mich und mein Kind?

Sie können jederzeit einen unverbindlichen Schnuppertermin vereinbaren. Setzten Sie sich hierzu mit unserer Kindergartenleiterin Frau Sozzi in Verbindung: 0174/780 46 70 bzw. 0157/512 583 64.

Außerdem bietet unsere Waldspielgruppe für Kinder ab 1½ bis 3 Jahren in Begleitung eines Erwachsenen eine Möglichkeit, erste Erfahrungen im Wald zu sammeln. Bei Interesse melden Sie sich bei Gudrun Knittel unter 07183/93 20 41. (HIER finden Sie weitere Informationen.)

 

Wie läuft ein Tag im Wald ab?

Begrüßung: Der Morgen beginnt im Wald nahe dem Parkplatz mit der persönlichen Begrüßung, dem Händeschütteln mit Blickkontakt.

·         Morgenkreis: Um 8.30 Uhr werden die Kinder mit einem Signal zum Kreis gerufen, vorher schnallen sie sich ihren Rucksack an. Gemeinsam gehen wir zum Roten Bauwagen um den Morgenkreis zu machen. Wir singen ein Guten-Morgen-Lied und besprechen, was wir an diesem Tag unternehmen werden.

·         Spielort: Entscheiden wir uns für einen Erkundungsgang, wird das benötigte Material (Seile, Sägen, Malsachen...) sowie der Wassersack, Handtuch und Lavaerde zum Hände reinigen mitgenommen. Während wir den Zielort ansteuern, können die Kinder rennen, die Natur entdecken, Unterhaltungen mit der Erzieherin oder Kindern führen. Markierte Stellen erinnern die Kinder daran, wo sie anhalten müssen, bis die ganze Gruppe wieder zusammen ist.

·         Freispielzeit: Am Zielort angekommen beginnt die Freispielzeit. Die Kinder wählen sich ihren Platz und spielen mit dem Material was ihnen die Natur bietet oder mit dem, was wir mitgenommen haben. Im Spielgebiet kann das Kind sich nun frei bewegen: klettern, balancieren, rennen, matschen, buddeln, sammeln, staunen, entdecken…

·         Vesperzeit: Mit einem Lied rufen wir die Kinder zum Vesper. Vorher gehen wir mit ihnen Pipi machen und Händewaschen. Die Kinder legen auf dem vereinbarten Platz ihre Isomatte aus und das Vesper auf ein Handtuch. Nach dem Vesperspruch essen wir. Während dem Essen lesen wir den Kindern eine Geschichte vor.

·         Spielrunde: Nach dem Vesper bleibt noch Zeit, um Kreisspiele zu machen, Lieder zu singen oder noch das vorige Spiel weiterzuspielen.

·         Teepause: Vor dem Rückweg treffen wir uns im Kreis zur Teepause. Die Kinder helfen mit, die Becher aus- und einzusammeln und den Tee auszuschenken.

·         Rückweg/Abschied: Die Rucksäcke werden aufgesetzt und wir treten den Rückweg an. Mit einem Abschiedslied beim Roten Bauwagen endet der Kindergartentag. Zusammen gehen wir zum oberen Treffpunkt – von dort werden die Kinder abgeholt.

Unsere täglichen Rituale sind ein wichtiger Bestandteil unserer pädagogischen Arbeit und dem Zusammensein mit den Kindern, sie geben ihnen Sicherheit und Vertrauen.

Bewegung beeinflusst nicht nur unser körperliches und seelisches Wohlbefinden, sondern wirkt sich auch positiv auf unsere Denkfähigkeit aus. Aus diesem Grund freuen wir uns, unseren Kindern viele individuelle Bewegungsmöglichkeiten bieten zu können.

  

Wie melde ich mein Kind an?

Anmeldungen können über die Gemeinde Rudersberg erfiolgen. Hier können Sie die Anmeldeunterlagen auch anfordern.

 

Wie viele Kinder können im Waldkindergarten aufgenommen werden und in welchem Alter?

Der Kindergarten besteht aus einer Gruppe mit maximal 20 Kindern. Betreut werden sie von zwei Fachkräften und einer Drittkraft. Es werden Kinder ab dem 3. Lebensjahr bis zum Beginn der Schulpflicht aufgenommen.

 

Welche Kleidung und Ausrüstung benötigt mein Kind?

Die Kleidung der Kinder sollte stets der jeweiligen Jahreszeit und Witterung angepasst sein. Arme, Beine und Kopf sollten im Sommer und Winter als Schutz vor Verletzungen und Zecken bedeckt sein. Im Sommer ist darauf zu achten, dass die Kinder – wegen der Insekten – möglichst keine helle Kleidung tragen. Prinzipiell sollten die Kinder nach dem „Zwiebelprinzip“ angezogen werden, damit je nach Witterung Kleidung aus- und wieder angezogen werden kann. Weitere ausführliche Informationen finden Sie HIER unter "Kleidertipps für Waldkinder".

Als Ausrüstung benötigen die Kinder neben einem Rucksack (am besten mit Rückenfutter, Bauch- und Brustgurt und Außentaschen) ein kleines Handtuch zum Ablegen des Vespers, eine kleine Iso-Sitzmatte, eine auslaufsichere Trinkflasche (am besten eine isolierte Flasche, damit z.B. Tee im Winter warm bleibt) und eine Vesperdose, die vom Kind selbständig geöffnet und geschlossen werden kann.

 

Wird auch gemalt und gebastelt?

Es gibt regelmäßig themenbezogene (Bastel-)Angebote für die Kinder. Ferner haben sie die Möglichkeit, während des Freispiels zu malen, zu basteln, zu werken und mit allerlei Material zu spielen.

 

Gibt es eine Vorschule und sind die Kinder auf die Schule ausreichend vorbereitet?

Einmal wöchentlich findet für die angehenden Schulkinder im letzten Kindergartenjahr unser "Großtrollclub" statt. Hier werden die Kinder mit gezielten Aufgaben aus verschiedenen Lerngebieten auf die Schule vorbereitet. Wichtig ist uns dabei, die Kinder in ihrer Rollenfindung als "Große" zu unterstützen. Dabei spielen Selbständigkeit, die Erlangung von Sicherheit, Konzentration, Gruppengemeinschaft, Verantwortung und vieles mehr für uns eine entscheidende Rolle.

 

Sind Waldkindergartenkinder häufiger krank?

Durch den Aufenthalt bei Wind und Wetter an der frischen Luft wird das Immunsystem gestärkt. Die Kinder sind daher nicht häufiger krank als andere Kinder, sondern eher das Gegenteil ist der Fall.

 

Gibt es ein gemeinsames Vesper?

Das gemeinsame Vesper ist ein Ritual, das den Tagesablauf in unserem Kindergarten strukturiert. Außerdem bietet es einen Rahmen, in dem die Kinder nach den vorherigen Aktivitäten wieder zur Ruhe kommen können und fördert bewusst den Gruppenzusammenhalt.

Hier ist uns eine gesunde Ernährung wichtig (idealerweise ein belegtes Brot sowie Obst oder Gemüse). Als Getränk ist im Winter warmer Tee und im Sommer kalter Tee oder Wasser zu empfehlen.

Jeden Freitag bieten wir ein "Vesperbuffet" an, bei dem die Kinder ihr Vesper teilen können. Hier besteht für die Kinder die Möglichkeit, auch aus anderen Vesperdosen zu probieren und ihr eigenes Vesper großzügig anzubieten.

 

Wo gehen die Kinder auf die Toilette?

Für die kleinen und großen "Geschäfte" gibt es spezielle Plätze, die sich abseits des Spielgeländes befinden. Der Stuhlgang wird vergraben (erfahrungsgemäß wird dieses Geschäft aber meist zu Hause erledigt). Toilettenpapier, Hygienehandschuhe für die Erzieherinnen und eine kleine Schaufel zum Vergraben werden von den Erzieherinnen mitgeführt.

 

Wie reinigen die Kinder im Wald ihre Hände?

Hierfür stehen warmes Wasser, Lavaerde (spezielle ökologisch abbaubare Mineralerde), Handbürsten sowie ein täglich frisches Handtuch zur Verfügung. Das Händewaschen findet unter Anleitung vor dem Vesper und bei Bedarf statt.

 

Was ist mit Zecken?

Vor Zecken schützen lange Kleidung, über die Hosen gezogene Socken und eine Kopfbedeckung. Außerdem gibt es Anti-Zecken-Sprays, die auf Kleidung und freiliegende Körperstellen gesprüht werden können.

 

Was ist, wenn sich ein Kind verletzt?

Zum Glück kommt das sehr selten vor. Sollte trotzdem einmal etwas passieren, sind die Erzieherinnen zu Ersthelferinnen ausgebildet und frischen dies regelmäßig auf. Des Weiteren gibt es Erste-Hilfe-Material und ein Handy, mit dem im Notfall sofort Hilfe gerufen werden kann. Selbstverständlich werden im Ernstfall auch die Eltern sofort informiert.

 

Gibt es Regeln im Wald?

Zum Schutz und für ein harmonisches Miteinander sind Regeln und Grenzen wichtig. Diese werden mit den Kindern regelmäßig besprochen, so dass sie sie schon sehr bald kennen, auf ihre Einhaltung achten und sie auch an jüngere Kinder weitergeben. Dies fördert Selbständigkeit und Mitverantwortung. Beispielhafte Regeln sind, das Warten an "Haltepunkten", das Spielen in Sichtweite der Erzieherinnen und Rennen nur ohne Stock.

 

Können auch Kinder mit besonderem Unterstützungsbedarf in den Waldkindergarten gehen?

Natürlich können Kinder, die körperlich, geistig oder seelisch behindert sind in den Waldkindergarten aufgenommen werden, sofern ihren besonderen Bedürfnissen Rechnung getragen werden kann.

 

Wie hoch ist der Kindergartenbeitrag?

Der Elternbeitrag entspricht dem der Regelkindergärten in Rudersberg. Die Beiträge sind wie folgt gestaffelt:

  •  121 € pro Monat je Kind aus einer Familie mit 1 Kind unter 18 Jahren
  • 92 € pro Monat je Kind aus einer Familie mit 2 Kindern unter 18 Jahren
  • 61 € pro Monat je Kind aus einer Familie mit 3 Kindern unter 18 Jahren
  • 20 € pro Monat je Kind aus einer Familie mit 4 Kindern unter 18 Jahren
  • Für ein Kind aus einer Familie mit 5 oder mehr Kindern unter 18 Jahren wird kein Elternbeitrag erhoben.

Der Elternbeitrag wird für elf Monate im Jahr erhoben. Der Ferienmonat August ist beitragsfrei.

Die Aufnahme ist zu jedem Zeitpunkt des Kindergartenjahres möglich (soweit ein Platz frei ist).